SIMPLE PLAN: "MTV Hard Rock Live"


In dieser Nacht, als die Jungs von SIMPLE PLAN sich zum Abkühlen in den Tourbus zurückgezogen hatten, lange nachdem die letzte Note verklungen war, Stunden nach dem Konzert, das für die MTV-Serie Hard Rock Live mitgeschnitten wurde, in dieser Nacht wussten sie es. Sie mussten sich nicht erst das Footage ansehen, nicht die Bandsite nach jubelnden Postings checken - sie mussten nicht einmal miteinander sprechen, und wussten doch, dass dieser Gig etwas ganz besonderes war und dass er förmlich danach schrie, wieder und wieder angesehen zu werden. „Kennst du das Gefühl, wenn es ein besonderer Abend war?“, so fragt Drummer Chuck Comeau, als er an die Performance zurückdenkt. „Es gibt manchmal Gigs, bei denen alles perfekt ist und zusammen passt. Die Crowd ist voll drauf und die Feedbacks aus dem Publikum sind großartig. So eine Nacht war das an diesem Abend.“

Das sollte eigentlich nicht überraschen. Zu jenem Zeitpunkt im Mai 2005, als SIMPLE PLAN für die Live-Aufnahme nach Florida fuhren, war ihre Live-Show bereits eine ganz eigene Sache geworden. Ein mitreißender Mix aus hochenergetischem Wechselspiel mit dem Publikum und unwiderstehlichen Hitsongs. Die Jahre zwischen No Pads, No Helmets... Just Balls und Still Not Getting Any, das im vergangenen Jahr erschien, ermöglichten dem Quintett einen Setaufbau, den die Kids lieben. „Unser Ziel ist es, dass jeder, der kommt, Spaß hat,“ betont Comeau. „Wir sind definitiv weitergekommen,“ bestätigt Sänger Pierre Bouvier. „Wir sind jetzt auf einem Level, wo jeder unsere Shows genießen kann, ob er Fan ist oder nicht. Ich hab schon oft Leute bei den Shows gesprochen, die keine Fans waren und kein gutes Bild von uns hatten, aber sie haben gesagt: Heute abend habt ihr mich überzeugt.“
So etwas passiert natürlich nicht über Nacht. Schon 1999 von Gitarrist Jeff Stinco und Sebastian Lefebvre gegründet sowie dem Team Bouvier und Comeau (die später den Bassmann ihrer ehemaligen gemeinsamen Band Reset dazuholten), buchten die Jungs ihre Touren schon selbst, lange bevor das Lava-Debüt No Pads... im Jahr 2002 erschien. Innerhalb von zweieinhalb Jahren absolvierten die volle acht Touren, sodasss sie ohne Unterbrechung auf der Straße waren, um No Pads auf über 300 Gigs in den USA auf die Bühne zu bringen - neben noch etwa 100 Gigs in Übersee. „Wir haben jede Gelegenheit genutzt, um vor Leuten zu spielen. Jede, ob gut oder schlecht,“ erinnert sich Bouvier. „Und es war hart. Wir waren oft drei oder vier Monate im Stück nicht zuhause.“

Das ununterbrochene Touren führte direkt zum zweiten Album Still Not Getting Any, denn trotz des dauernden Unterwegs-Sein litt das Songwriting keinesfalls. Im Sommer 2004 vom Musik-Veteran Bob Rock produziert, schrieben sie moderne Klassiker wie Crazy und Welcome To My Life, die auf MTV Hard Rock Live in akustischen Versionen zu hören sind. „Eine ganze Zeit lang hatte ich das Gefühl, dass wir auf dem besten Wege waren, auszubrennen,“ erzählt Bouvier mit einem Lachen und fügt hinzu, dass er den ausgebuchten Tourplan mittlerweile zu lieben gelernt hat. „Für uns ist der einzige Weg, als Live-Band besser zu werden, immer wieder auf die Bühne zu gehen und eine enorme Menge Live-Gigs zu spielen. Das ist es, was eine gute Live-Band ausmacht.“ Um an diesen Punkt zu gelangen, mussten sie hart arbeiten, das wussten SIMPLE PLAN.

SIMPLE PLAN fuhren an Orte auf der Welt, in die sich nur wenige Rock-Bands verirren: Von Südamerika bis Malaysia, von Mexico nach Singapur. Die Intention, für die Fans da zu sein, egal wie weit man dazu fliegen müsste, war unübersehbar. Monate nach ihrem Auftritt in Orlando, wo die Idee entstand, ein Konzert in voller Länge zu veröffentlichen, gab es vor allem eines, das sich in den Köpfen der Bandmitglieder festgesetzt hatte: wie oft sie für ihre Fans spielen konnten. „Es gab viele Nachfragen von Fans aus Gegenden, in die wir nur alle zwei Jahre oder so kommen. Nach Südamerika oder Südostasien oder Australien kann man nun einmal nicht andauernd fahren, und so wollten wir für diese Fans dieses Album machen.“

MTV Hard Rock Live ist ihr Art, “Danke” zu sagen, das betonen alle in der Band. In ihrer bisher sechs Jahre dauernden Karriere, haben SIMPLE PLAN eine Live-Show entwickelt, die sich nicht mit anderen vergleichen lässt und für viel Beachtung sorgt. Aber wenn man die Band fragt, wer dafür verantwortlich sei, bekommt man die Antwort: Die Die-Hard-Fans, die immer zur Stelle sind, wenn SIMPLE PLAN spielen.
MTV Hard Rock Live ist der Ort, an dem beides zusammen kommt: Die Jahre harten Tourens und die Fans, die das ermöglicht haben.

„Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn wir auf die Bühne gehen,“ schließt Comeau. „Draußen warten alle diese Leute auf dich, sie freuen sich auf dich und denken an den Abend. Du bist ein Vermerk in ihrem Kalender. Du bist das, worüber sie am nächsten Tag in der Schule sprechen werden. Wir können glücklich sein, die Chance zu haben, dies zu tun. Dies ist der Grund, warum wir eine Band gegründet haben. Wie könnten wir nicht dankbar dafür sein?“

Parallel zur Live-CD hat die Band ein „Fan Pack“ auf DVD erstellt, das neben einem 36-seitigen Luxus-Booklet auch einen Haufen Archivfotos von den früheren Touren enthält.




SIMPLE PLAN "Still Not Getting Any..."





Wer immer noch darüber diskutiert, was Punk ist, wo er anfängt und aufhört, wer sich Punk nennen darf und wer nicht, wird sich seine Meinung über SIMPLE PLAN schnell gemacht haben. Wer SIMPLE PLAN einfach als eine gute und schnelle Band betrachtet und Freude an straighten Sounds und rasanten Songs hat, der wird sich an einer solchen Diskussion wahrscheinlich gar nicht erst beteiligen, sondern Still Not Getting Any... einlegen, aufdrehen und abgehen. Lassen wir doch die Schubladen und Labels einfach mal außen vor und nehmen SIMPLE PLAN als eine Band, die Freude an klasse Songs hat und auf der Bühne eine Hölle an Formel-1-Gitarrenracing lostritt.






SIMPLE PLAN. Auf dem nordamerikanischen Kontinent die derzeitigen Lieblinge der College-Radios und Highschool-Absolventen, sahnten gerade in den vergangenen Monaten reichlich ab. Mit fast zwei Millionen verkaufter Exemplare und einer Position 35 in den Billboard top-200 für ihr Debüt-Album No Pads, No Helmets, Just Balls wurden sie zu einer unübersehbaren Größe des Musikgeschehens. Von Rancid bis Aerosmith haben sie bisher mit allen möglichen Bands die Bühne geteilt, dreimal waren sie mit auf der Vans Warped Tour dabei (davon zweimal als Headliner) und viermal wurden sie für die MTV Video-Awards nominiert – nicht schlecht für eine Band, die es gewohnt war, in Daddys Kombi auf Tour zu gehen.





Schon Mitte der Neunziger, mit 13 Jahren, trafen Chuck und Pierre in ihre Heimatstadt Montreal aufeinander und gründeten die Band Reset, mit der sie 1997 ein Album aufnahmen, das in Kanada ziemlich erfolgreich war. Nach einiger Zeit verließ Chuck Reset, um sich der Schule zu widmen, aber schon 1999 kam er wieder zurück und stellte mit Sebastien und Jeff eine neue Band auf die Beine. Pierre, inzwischen müde davon bei Reset Gitarrist und Frontmann in Personalunion zu mimen, stieß zu seinen alten Kumpels, brachte David mit (der zwischenzeitlich ebenfalls bei Reset gelandet war) und sie hoben SIMPLE PLAN aus der Taufe. 2003 präsentierten sie dann No Pads, No Helmets, Just Balls, an dem unter anderem auch Joel Madden (Good Charlotte) und Mark Hoppus (Blink 182) als Gäste mitwirkten. Der Erfolg kam wie von selbst, und schon im darauf folgenden Jahr, nämlich jetzt, haben sie ihr zweites Album Still Not Getting Any... fertig.





„Songs über Autos und Parties sind nicht so mein Ding,“ erklärt Chuck. „Es muss mich schon ein bißchen schütteln, damit ich’s gut finde.“ Und schütteln tut Still Not Getting Any..., dass es eine Freude ist. Crazy erzählt von den Unsicherheiten, die man als Mensch in seinem Alltag so durchzustehen hat, während Perfect World versucht, an einem Verlust irgendetwas Gutes zu finden.
Aber auch, wenn Still Not Getting Any... locker und extrem entspannt klingt, einfach war es nicht. Nachdem SIMPLE PLAN im letzten Februar ihre erste Headliner-Tour mit MxPx abgeleistet hatten, setzten sich Chuck und Pierre drei Monate zusammen und warfen eine Idee nach der anderen auf den Haufen. Die meisten verschwanden wieder in der Versenkung, aber der Rest fügte sich fast wie von selbst zusammen. Pierre: „Perfect World war die erste wirklich gute Nummer, und von da an rauschte es wie ein Wasserfall heraus.“

Mit Bob Rock (Metallica, Mötley Crüe, Bon Jovi) ging es dann ins Studio: Und mit einer einzigen Vorgabe: Sich nicht auf Punk zu beschränken, der absurderweise mittlerweile mehr Regeln besitzt als irgend jemand noch nachvollziehen kann.
„Die erste Scheibe sollte damals eine reine Pop-Punk-Platte werden,“ erklärt Chuck. „Und auf Still Not Getting Any... haben wir uns ganz einfach keine Gedanken darüber gemacht. Wir wollten nur gute Songs machen.“ Und Pierre ergänzt: „Warum solltest du dich als Künstler irgendwelchen Beschränkungen unterwerfen? Stell dir vor, du seist ein Maler: Entscheidest du dich für vier oder fünf Farben, oder nimmst du alle, die dir zur Verfügung stehen, um das bestmögliche Bild zu malen?“
Nun gut, man wird Still Not Getting Any... wahrscheinlich nicht gerade im TripHop-Regal finden, aber es gibt ein paar Überraschungen auf dem Album. Seien es die subtilen aber kraftvollen Zwischenteile bei Shut Up oder der coole Drumloop auf Perfect World, die hübsche Streichersektion und feinen Texte auf Untitled oder die epischen Geigen auf One. Und Thank You zieht bewusst einen Bezug zu Chris’ und Pierres Vergangenheit bei Reset.





Wie auch immer, obwohl Still Not Getting Any... sich stilistisch von Vorgänger unterscheidet, bleibt man doch innerhalb des ursprünglich gesteckten Rahmnes, und das aus gutem Grund. Stinco: „Das wichtigste sind für uns die Fans und die Verbindung zu ihnen. Sie sind diejenigen, die uns voranbringen. Ohne unsere Fans würde ich wahrscheinlich in einem 9 to 5-Job arbeiten. Genau das, was ich hasse“.
Am Ende spricht die Band am besten durch ihre Texte, und wenn Bouvier in Shut Up singt: Nothing you say today will ever bring me down, ist das keine kalkulierte Rebellion, sondern die blanke Wahrheit.

In den USA stieg Still Not Getting Any... bereits auf Platz 3 der Billboard-Charts ein, in Kanada schaffte es sogar sie 2 und in Japan ging es auf Platz 3 der Sales-Charts!

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